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Wohnungsbedarf

Definition:
Die Berechnung der Wohnungsbedarfsprognose auf Basis der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland dient der Quantifizierung der zukünftigen Nachfrage nach Wohnraum in Deutschland. Dabei wird über die detaillierte Analyse der Komponenten Ersatzbedarf, Nachholbedarf und Zusatzbedarf der Gesamtbedarf abgeleitet.

Schritt 1 - Datenbasis:
Ausgangsgröße bildet hierfür im Kern die Haushaltsprognose des BBSR in Verbindung mit der 13. koordinierten Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes unter Berücksichtigung der aktuellen Flüchtlingszahlen sowie deren Prognose nach den vorliegenden Annahmen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Hinzugezogen werden ebenso Daten zum Wohnungsbestand, die Bautätigkeitsstatistik sowie die Wohngemeinschaftsquoten. Die fundierten statistischen Daten generieren einen präzisen Status quo.

Schritt 2 - Annahmen:
(Die genannten Quoten beziehen sich jeweils auf den Wohnungsbestand)

  • Versorgung jedes Haushalts mit einer Wohnung (Zielquote = 1)
  • Abweichungen von der idealtypischen Verteilung (modifizierte Zielquote)
    • Untermietverhältnisse
    • Zweitwohnsitze
    • Fluktuationsreserve für Umzüge, Zuzüge oder auch vorübergehende Nutzungsunterbrechnungen für Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten
  • Ersatzbedarfsquoten des Wohnungsbestandes
    • 0,2% p.a. der Einfamilien-/Zweifamilienhäuser
    • 0,3% p.a. der Mehrfamilienhäuser

Schritt 3 - Berechnung der Bedarfe:

  • Ersatzbedarf
    Bedarf an Wohnungen, der die Kompensation des Abgangs (Abrisse) und Zusammenlegung bestehender Wohnungen beschreibt. Die Berechnung erfolgt über die Umlegung der Ersatzbedarfsquote auf den Wohnungsbestand.

  • Nachholbedarf
    Bedarf an Wohnungen besteht bereits im Status quo, da der aktuelle Wohnungsbestand die bestehende Nachfrage nicht decken kann (Abgleich des Wohnungsbestands mit um die Zielquote bereinigten Haushaltszahlen).

  • Zusatzbedarf
    Bedarf an Wohnungen, der sich aus der Entwicklung der künftigen Nachfrage (Haushaltszahl), berechnet aus Haushaltsentwicklung und Zielquote, ableitet.

  • Wohnungsbedarf Insgesamt
    Verechnung der Einzelbedarfe zu einem Gesamtergebnis. Der Bedarf wird in Anzahl der Wohneinheiten dargestellt.

Abgeleitete Ergebnisse (siehe Ansicht Deutschlandkarten):

  • Deckungsgrad des Zusatzbedarfs
    Mehrjähriger bereinigter Mittelwert der Fertigstellungen im Wohnungsmarkt dividiert durch den errechneten zusätzlichen Wohnungsbedarf p.a. bis 2030

  • Relation zum Gesamtbestand
    Anteil des Gesamtwohnungsbedarfs bis 2030 in Relation zum aktuellen Wohnungsbestand

  • Dominante Bedarfstreiber
    Darstellung/Typisierung der dominierenden Komponente der Bedarfstreiber des Wohnungsbestandes bis 2030.

Stand:
Jahreswerte


Quelle:
Eigene Berechnung der bulwiengesa AG auf Grundlage der Statistischen Landesämter